Bodenarbeit für ein vertrauensvolles Miteinander

Die Zusammenarbeit und das Training beginnt am Boden in dem Augenblick, in dem uns unser Pferd sieht. Pferde lesen uns ständig und wir können ihnen nichts vormachen. Egal wie wir gelaunt sind und uns fühlen, das Pferd kann es über unseren Körper lesen. Bodenarbeit ist die Basis für ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Pferd. Vom Boden aus können wir eine vertrauensvolle Beziehung zu unserem Pferd aufbauen und festigen. Dieses Vertrauen aber auch Lektionen, die man sich in der Bodenarbeit mit dem Pferd erarbeitet hat, kann man zu einem späteren Zeitpunkt mit in den Sattel nehmen. Dies erleichtert Vieles sehr.

Was zählt für mich alles zur Bodenarbeit?

Gutes Longieren bedeutet nicht sein Pferd 30 Minuten an der Longe herunter gebunden zu zentrifugieren. Gutes Longieren ist eine Kunst und eine tolle Möglichkeit sich mit dem Pferd gemeinsam zu bewegen, mit ihm zu kommunizieren, in Kontakt zu treten und es dabei gleichzeitig zu schulen.

Die Doppellonge ist eine Variante zur einfachen Longe und bietet eine gute Möglichkeit das Pferd auf das Fahren vorzubereiten.

Gutes Führtraining ist die Basis für ein Geländetraining vom Boden aus. In freier Natur haben die Pferde meisten viel mehr Spaß als in den verstaubten Reithallen und sind so gleich mit viel mehr Elan bei der Sache!

Freispringen: Je nach Veranlagung und Interesse kann das Freispringen für manche Pferde eine super Abwechslung sein. Einige Pferde mögen es so sehr, dass sie kaum noch zu bremsen sind.

Auch Gelassenheitstrainings oder Anti-Schreck-Trainings gehören für mich zur Bodenarbeit: von platzenden Luftballons, über Planen, Regenschirme, Mülltüten etc. Wenn ich weiß wie mein Pferd in angstauslösenden Situationen reagiert, kann ich mich darauf einstellen. Zudem kann ich ihm die Angst vor diesen furchteinflößenden Gegenständen nehmen.

Dies ist nur eine kleine Auswahl, es gibt noch weit mehr – Bodenarbeit ist so vielseitig wie das Reiten an sich und bietet eine gute Abwechslung.